Websites - Anspruchsstufen
Geschrieben von: Beat Küng   
Donnerstag, den 12. März 2009 um 09:16 Uhr

DigitalProFür das Erstellen einer Website gibt es sehr viele Möglichkeiten. Welche sind für die Schule geeignet? Welche Möglichkeiten und Grenzen setzen die Tools? Dieser Artikel soll einen kurzen Überblick bieten, vom Websitegenerator über Word und Kompozer bis zum Content Management System.

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Verwandter Artikel: Anleitung Websiten mit Word erstellen - in educanet2 veröffentlichen

Website? Webseiten? Eine Website umfasst den gesamten Webauftritt, bestehend aus vielen einzelnen Webseiten.

Websitegenerator

(z.B. in educanet2)

Ein Websitegenerator braucht nicht installiert zu werden, er ist bereits gebrauchsfertig eingerichtet. Die Websites werden aus Vorlagen erstellt, die man mit Inhalt (Text, Bilder, Audiodateien usw.) füllt. Die Bedienung ist sehr einfach. Allerdings sind die (Gestaltungs-)Möglichkeiten stark beschränkt, die Websites sehen alle sehr ähnlich aus. Viele Anbieter von Webspace bieten eigene Webgeneratoren an. Bekanntes Beispiel ist der Webgenerator in educanet2.

Bild1

Word

(Dateien z.B. in educanet2 hochgeladen in Website Dateiverwaltung)

Websites mit Word zu erstellen ist zwar verpönt, hat aber den Vorteil, dass man mit einer allgemein bekannten Software arbeiten kann. Das Erstellen einer Webseite aus einem Worddokument geschieht durch das Speichern als htm-Dokument (Dateityp Webseite gefiltert). Man darf sich allerdings nicht täuschen lassen: In einem Browser sieht die Seite dann oft etwas anders aus als erwartet. Durch den Einsatz von Tabellen kann man dies zum Teil auffangen.
Word erstellt zusätzlich Ordner mit Bilddateien. Diese Strukturen müssen komplett auf den Webspace übertragen werden.
Der Office-Assistent bietet auch Hilfen an für die Erstellung einer Website. Für das Verständnis der Sache empfehle ich aber, selber Seiten mit Verlinkungen herzustellen.

Bild2

Dateistruktur lokal auf der Festplatte.

Bild 3

Dateistruktur hochgeladen in educanet2 Website Dateiverwaltung.

Wiki

(schnell, offen, online bearbeitbar, kollaborativ, sicher, schlicht und einfach, vernetzt, sozial)

Das Wiki ist eine Sammlung von Beiträgen/Seiten/Artikeln, die untereinander verlinkt sind. Im Unterschied zu herkömmlichen Websites kann im Wiki aber nicht nur gelesen werden, sondern jeder User (mit entsprechender Berechtigung) hat die Möglichkeit, neue Seiten anzulegen sowie die bestehenden Seiten zu bearbeiten, zu ergänzen und zu verändern. Alle Mitglieder einer Institution, Klasse oder Gruppe können so gemeinsam an einer Veröffentlichung arbeiten.
Das Wiki in educanet2 kann nach Wahl intern (nur für Klasse/Gruppe/Institution zugänglich) oder öffentlich (per Link im Internet erreichbar) publiziert werden.

Bild 4

Kompozer / Dreamweaver / GoLive / ...

Wenn man „richtige“Websites machen und diese auch einigermassen komfortabel bearbeiten will, kommt man nicht um eine entsprechende Webdesign- und Verwaltungssoftware herum. Mit den drei genannten hat man auch gleich das Programm, mit dem man per ftp-Verbindung Dateien einfach und schnell up- und downloaden sowie synchronisieren kann.
Kompozer hat den grossen Vorteil, dass es Open Source Software ist, also kostenlos verwendet werden darf.
Auch hier gibt es wieder verschiedene Anspruchsstufen:

html-Seiten  mit Tabellen, Frames, Tags

Die Gestaltung wird für jedes einzelne Element bestimmt, es werden die Gestaltungsmöglichkeiten des html-Codes benutzt. Dieses Vorgehen gilt als nicht mehr zeitgemäss, ebensowenig wie die Verwendung von Tabellen und Frames. Trotzdem – für erste Versuche insbesondere in der Schule durchaus eine Variante.

html-Seiten, Design mit inline CSS und internen Styles

Die Gestaltung geschieht durch Cascating Styles. Inline CSS bezieht sich dabei auf einzelne Objekte im Dokument. Interne CSS-Styles beziehen sich auf alle gleich benannten Objekte auf der entsprechenden Seite (z.B. alle h1-Titel). So muss nicht jedes Objekt einzeln gestaltet werden. Der Code kann dann in allen Seiten einkopiert werden (im head-Abschnitt)

html-Seiten, Design mit externem CSS (externes Stylesheet)

Noch praktischer, aber zu Beginn auch etwas anspruchsvoller, ist das Anlegen eines externen Stylesheets für alle Seiten. Dort werden alle Gestaltungen von Standardobjekten und von Containern (divs) definiert. Jede Seite der Website greift dann auf dieses externe Stylesheet zu.  Jede Veränderung im Stylesheet wirkt sich sofort auf alle Seiten aus.

Bild 5

Beispiel einer Kompozer-Website (externes Stylesheet).

Gespeicherte Designs (in allen oben genannten Varianten) nennt man Templates. Sie umfassen Struktur und Gestaltung (html und css) der Website. Alle Varianten sind geeignet für educanet2 (Website Dateiverwaltung).

Joomla / Typo3 / TypoLight / Wordpress / ...

(Datenbank basierte Website / CMS, Content Management System)

Für umfangreiche Websites oder für Blogs und Podcasts lohnt sich die Installation eines CMS. Dies setzt eine Datenbank voraus, die beim Provider eingerichtet werden kann. Die oben genannten Systeme sind zum Teil Open Source, also kostenlos. Viele Templates stehen zur Verfügung, ebenso Zusatzmodule wie Kalender, Bildergalerien, Formularfunktionen, Multimediaplayer usw. Interessant ist auch die Nutzer- und Administratorenverwaltung. Es können geschützte Bereiche angelegt werden, die nur durch ein Login erreichbar sind.
Die Verwaltung geschieht im Backend. Hier können Artikel geschrieben, Kategorien und Bereiche definiert, Menüpunkte bearbeitet, Medien und Mitglieder verwaltet, Updates und Komponenten installiert werden. Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt, allerdings braucht man etwas Einarbeitungszeit in das System.

Bild 6

Frontend (im Internet sichtbarer Teil) der Website www.schulekerns.ch (Joomla 1.5)


Backend Joomla

Backend (online Bearbeitungsteil) der Website www.schulekerns.ch, nicht öffentlich (Joomla 1.5)

 

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